Zur Person Joseph Hubert Pilates

 

Joseph Pilates war der Sohn des griechisch stämmigen Schlossergesellen und erfolgreichen Turners Friedrich Pilates.

 

Er litt als Kind unter Asthma und rheumatischem Fieber. Dennoch führte seine Freude an Bewegung schon früh zu einem besonderen Körperbewusstsein. Er begann in jungen Jahren seinen Körper zu kräftigen und beschäftigte sich mit „Bewegungslehre“. Neben Turnen,
Gymnastik, Bodybuilding las er auch über Trainingsmethoden wie Yoga und Zen-Meditation.
Er ging 1912 nach England und verdiente sein Geld als professioneller Boxer, Zirkusartist und als Lehrer für Selbstverteidigung an Polizeischulen. Er trainierte dort die Beamten des Scotland Yard in Selbstverteidigung.

 

Als Deutscher wurde er zu Beginn des Ersten Weltkrieges interniert.

In dieser erzwungenen Ruhepause begann er intensiv, sein Konzept eines ganzheitlichen Körpertrainings zu entwickeln. Er beschäftigte sich mit Yoga, studierte Tierbewegungen und unterrichtete seine Mitgefangenen in der von ihm entwickelten Methode. Es ist überliefert, dass diese Mitgefangenen die große Grippepandemie von 1918 auf Grund ihrer guten körperlichen Konstitution überlebten. Er kehrte nach dem Krieg nach Deutschland zurück.

 

In Hamburg trainierte er unter anderem die dortige Polizei.
Als er gedrängt wurde, Angehörige der deutschen Armee zu trainieren, kehrte er, unzufrieden mit  den politischen und gesellschaftlichen Verhältnissen in seiner Heimat, Deutschland im Jahr 1926 den Rücken und wanderte nach New York aus. Da das von ihm entwickelte Körpertraining in der Ballettszene Deutschlands bereits viel
Anerkennung gefunden hatte, wollte er seine Methode an den amerikanischen Hochburgen des Tanzes einführen. Er eröffnete
ein Box- und Trainingsstudio in 939 Eight Avenue, im selben
Gebäude wie das New York City Ballett. 

 

Pilates praktizierte bis ins hohe Alter hinein und verfasste Bücher über seine Technik.